AuJA aus Expertensicht

Dr. med. Andreas Ganz, Facharzt für Psychatrie und Psychotherapie und  Bernhardt J. Schmidt,  schreiben in Ihrem Fachbuch Klartext Kompakt: Frühkindlicher Autismus über das  AuJA-Programm:

„Zentraler Ort ist der „Spielraum“, in dem die Eltern und freiwillige Helfer dem autistischen Kind in einer reizarmen Umgebung die Möglichkeit zur sozialen Interaktion anbieten. Dabei wird zudem sowohl das Befinden der Eltern als auch des Kindes berücksichtigt und die Aktivität im „Spielraum“  danach angepasst. Und das Kind darf sich jederzeit zurückziehen, wird nicht zur Interaktion gezwungen. Eine Weitere erfolgreiche Entwicklung des Programms für den  deutschsprachigen Raum wäre wünschenswert, allerdings erfahren Döhlers bisher leider keine konstruktiv-kritische Unterstützung durch z.B. den Verein „autismus Deutschland“ oder andere Autismus-Verbände. Und auch leider nicht durch Wissenschaft und Forschung im Bereich Autismus/Heilpädagogik.“

Fachbuchautor und  Autismusberater Bernhard Schmidt, der zusammen mit dem renommierten Autismusforscher Russlands: Prof. Dr. Khoziev  das Buch zur neuen Autismus Theorie: „Auf der Suche nach einer neuen Autismus Theorie“ geschrieben hat über AuJA: „Auch wenn es so nicht im Buch von Prof. Dr. Khoziev und mir steht – meine klare Meinung: In Deutschland ist au ja! – autismus akzeptieren und handeln das mit weitem Abstand beste Förderprogramm für autistische Kinder und Jugendliche!“

Die renommierte Autismusforscherin Prof. Dr. Isabel Dziobek von der Berlin School of Mind and Brain und des Instituts für Psychologie der Humboldt-Universität über AuJA:

“Zentral für das Programm der Döhlers ist ein „AuJA“ – ein Akzeptieren, Annehmen und Lieben der Eigenarten des eigenen Kindes mit Autismus, und dies in all seinen Facetten. Diese optimistische und liebende innere Haltung, ein „wir wollen unser Kind großartig finden“ dringt durch die Zeilen des Buches. Entsprechend dieser Haltung ist ein Kernelement des Programms, dass Eltern die autistische Welt ihrer Kinder betreten und Mitspielen bei dem, was das Kind vorgibt. Durch dieses Annehmen von Impulsen, dem AuJA-Element, wird eine Vertrauensbasis geschaffen, die als Folge mehr und mehr Interaktion im gemeinsamen Spiel erzeugt. Für ähnliche, so genannte Kind-initiierte Interventionen wie das in den USA entwickelte Son-Rise-Programm®, gibt es erste positive wissenschaftliche Befunde zur Effektivität.”

 

Dr. Frank Mentrup, Oberbürgermeister von Karlsruhe und Schirmherr unseres „Artists meet Autism“  Projekts hat aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit in der Kinder- und Jugendpsychiatrie eine besondere Affinität zum Thema Autismus und sagt über AuJA im Video unten: „Fantastisch!“

Dr. med. Tobias Wolf von der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Dresden über seine Erfahrungen mit AuJA:

„Ich habe die Familie von Till bereits kurz kennengelernt bevor sie Kontakt zu „AuJA“ hatten. Über eine gemeinsame Veranstaltung in Dresden haben sie Deniz Döhler kennengelernt und waren begeistert von dem AuJA „Perspektivwechsel“ den Deniz ihnen an diesem Theaterabend vermittelt hatte.

Bis dahin war Till’s Entwicklung sehr gut verlaufen. Einige Verhaltensweisen und Interessen von Till waren jedoch stabil und eine Herausforderung für die Eltern.

Es war für mich deshalb eine große Freude und auch Überraschung diesen „Perspektivwechsel“ bei den beiden Eltern spüren zu können. Sie hatten die Herausforderung angenommen sich noch einmal auf ganz andere Weise in Till’s Sichtweise oder auch Verständnis der Welt zu versetzen und daran aktiv teilzunehmen. „Die Straßenbahn durfte wieder im Zimmer sein“, der Kontaktaufbau zu Till als ein neues Tagesziel angesehen und vor allem spürte ich die Motivation und auch Überzeugung, dass die Familie selbst und gemeinsam mit Helfern entscheidend mitwirken wollte und auch konnte.

In dem Folgeseminar in Dresden, in dem Lehrerin, Familienmitglieder, Ergotherapeutin, behandelnder Arzt und Teammitglieder gemeinsam mit Christiane Döhler auf eine ganz besondere Weise zusammen kamen, spiegelte sich dieses Gefühl wieder – eben gemeinsam für Till. Das war auch für mich, der die Betreuung von Familien mit autistischen Kindern aus verschiedenen Perspektiven kennen gelernt hat, eine neue und überraschend anregende Erfahrung.

Das AuJA Programm für Till hat auf diese Weise der Familie und allen Beteiligten die Chance gegeben, die Situation von einem anderen Standpunkt zu betrachten und von dort aus neue Ressourcen zu erkennen und auch zu entfalten – das ist für mich der „AuJA-Gedanke“!“