Dayal (4) Berlin

Liebes Familienmitglied, lieber Freund und Bekannter!.

Vielleicht kennst Du seine Geschichte schon, vielleicht aber auch nicht: Noch bis vor Kurzem konnte

Dayal nicht alleine sein, und seine Mutter musste ihn den ganzen Tag überall hin tragen, selbst nachts musste sie ihm durchgehend die Hand halten, damit er und wir wenigstens ein paar Stunden schlafen konnten. Er weigerte sich, ohne seine Mutter in der Kita zu sein, und so gestaltete sich die Eingewöhnungsphase außerordentlich schwierig.

Er spielte nicht wie andere Kinder, sondern ließ in stereotyper Art und Weise z.B. seine Hände stundenlang vor den Augen flattern. In der Gegenwart von gleichaltrigen Kindern schien er verloren, bewegte sich entweder gar nicht vom Fleck, oder weinte, wenn es ihm zu laut wurde. Irgendwann fingen die anderen Kinder in seiner Kita an, ihn zu meiden. Keine pädagogische Herangehensweise half.

Dayal mit 34 Monaten: Er hatte keinen Zugang zu Sprache (er verstand nichts, geschweige denn konnte er reden), er zeigte nicht auf Gegenstände, um etwas zu bekommen, sein Blickkontakt war unvollständig, er hatte kein Gefühl für Gefahr. In dem Maße, wie Dayal „sonderbarer“ wurde, wurde unser Familienleben anstrengender. Als er 3 Jahre alt war, bekam er die Diagnose „frühkindlichen Autismus“.

Dann kam die Wende: AuJA

Nach über 10 Monaten Förderung nach dieser Spielraum-Methode mit

5 ehrenamtlichen HelferInnen und einem Einzelfallhelfer, von denen jeder durchschnittlich

2-6 Stunden pro Woche mit Dayal im Rahmen des Programms bei uns zu Hause mitarbeitet,

hat Dayal nun einen

  • sehr guten Blickkontakt,

  • er schläft alleine durch,

  • putzt sich die Zähne, und

  • er beginnt, aufs Töpfchen zu gehen.

  • Aber das Schönste ist, dass er jetzt in 3-4 Wort Sätzen spricht,

  • er den Kontakt zu Menschen und seit Kurzem auch zu Kindern von sich aus sucht,

  • Körperkontakt regelrecht einfordert, und

  • dass Dayal nun mit uns Eltern und seiner großen Schwester Sahanna (10) eine altersgerechte

Interaktionspanne beim Spielen hat.


Auch im Integrationskindergarten fördern alle ErzieherInnen und eine Heilpädagogin Dayal täglich nach
AuJA , um es ihm zu ermöglichen, dort in einem geschützten Rahmen das Interagieren mit Gleichaltrigen zu erlernen. Das Ergebnis ist sensationell, denn schon seit April kann seine Mutter

Bharathi ihn für mehrere Stunden täglich alleine im Kindergarten lassen.

Unsere Kinderärztin und alle Helfer vom Jugendamt sind sich einig, dass das Programm für Dayal ein Riesenerfolg ist, und dass es weitergehen muss wie bisher.


Auch im Integrationskindergarten fördern alle ErzieherInnen und eine Heilpädagogin Dayal täglich nach AuJA.

Demnächst hier Videos und Fotos!